Die Waden schmerzen, das Herzchen lacht. Da ist man auf einer Insel und muss sich durch hüglige Buchenwälder schlagen. Aber es hat sich gelohnt. Ein Muss für jeden, der auf Rügen ist. Einmal durch den Jasmunder Nationalpark wandern. Einmalig. Wasserläufe, steile Klippen, Abbruchkanten, dichte Wälder direkt an den Steilhängen. Sowas gibt es in der Form nicht noch einmal. Nicht umsonst UNESCO Weltkulturerbe.

Gestern schon etwas Blut geleckt, sind wir heute die gut 15km von Lohme nach Sassnitz gelaufen. Der Bus hat uns bis zum Startpunkt gebracht. Übrigens: hier scheinen die nettesten Menschen zu leben. Man kommt schnell in Kontakt. Wahrscheinlich liegt es an den Sonnenstunden. Im Jahresschnitt bekommt keiner mehr ab, als die Insulaner auf Rügen.

Der Weg führt genau an der Steilküste entlang. Man hört das Meeresrauschen, während man noch durch den Wald stampft und dabei 150m Höhenmeter überwindet. Teilweise ist er sehr urig und naturbelassen. Es führen aber auch Holzbrücken durch den Jasmund. Erstaunlich auch, wie dicht man an die Abbruchkanten kommt. Achso… ab der Hälfte hat der Körper gestreikt. Aber der Wille war stark. Es rächt sich, Bewegung ist für die nächsten 12h ausgeschlossen.